Die Schule und die Rocker 2

Die Schule und die Rocker 2
von Andrew_K

Alte und neue Gesichter im Internat

Anna, die wirklich Anna hieß, stand in der Mitte des Klassenraums und schaute sich um. Lea-Maria saß am Pult und hatte die nackten Beine darauf. Kaum hatte die Kleine die Tür des Hauses hinter sich geschlossen, waren ihre Hose im Flur gelandet und sie war mit wippenden Hintern vor ihr in das gewandert, was sie den Schultrakt genannt hatte. Über all war hier Teppich auf dem Boden, der erlaubte, mit nackten Füßen herum zu laufen. Das sorgte dafür, dass dieser Klassenraum unecht wirkte.
„Such dir ein Tablett aus, noch sind sie neu“, hatte die Kleine gesagt. „Nur nicht den mit der Butterblume darauf, der ist mir“, hatte sie auch gesagt. Auf jedem Platz, der aufgeräumt aber vor allem verdammt nach Schule aussah, lagen dicke Stapel mit Papier, Stifte und je ein Tablet. Der Bereich vor der Tafel, der bei den Pornos, die sie so kannte, von einem stabilen Tisch dominiert wurde, war hier leer. Rechts gab es ein kleines Stehpult und links gab es einen Lehrertisch, auf dem Anschlüsse für ein Laptop und mehrere Bildschirme aufgestellt waren. Die Tafel war zweigeteilt. In der Mitte war eine nach oben schiebbare Tafel für Kreide. Wenn man sie aber mit den Seiten zuklappte, waren dort Bildschirme.
Dann tauchte wieder dieser Mann aus dem Auto auf, den Lea-Maria Max genannt hatte. Er schien sie hier nicht erwartet zu haben. Er legte einen Stapel Ausdrucke auf das Pult und schaute dann zwischen Anna und Lea-Maria hin und her.

„Sie denkt, dass dies hier ein Schul-Fetisch-Bordell ist. Da fand ich es nur Sinnvoll, dass sie ihre zukünftige Wirkungsstätte als erstes sieht.“
„Aha, wohl eine zweite Melanie. Und ich dachte, wir könnten das diesmal vermeiden.“
„Anna hat mir gesagt, dass die Mädchen wegen uns jedes Nummernsc***d aufschreiben und durchgeben mussten.“
„Hmm. Das könnte ein Problem geben. Der Hummer ist auf die Schule registriert. Wir sind diesmal wirklich sehr blauäugig an die Sache herangegangen. Das macht das Ganze nicht einfacher.“

In Gedanken ging Max, der vollständig angezogen war, wie Anna bemerkte, aus dem Klassenzimmer wieder raus. Anna starrte ihm nur hinterher. Sie verstand das alles nicht. Nur mit einem war sie sich sicher. Sie war bei denen, die zwischen Köln und Koblenz alle jungen Prostituierten und ihre Zuhälter verschleppt hatten. Und sie wollten nun alle aus Frankfurt holen. Das einzige, was sie wunderte, war der Satz: „Die haben noch Ferien.“ Von welchem Bordell kann man Ferien nehmen? Und wenn sie nicht hier waren, wo waren sie dann?
Als nächste Überraschung stürmte ein genauso junges Mädchen, nein eigentlich noch jünger, ins Klassenzimmer. Auch sie war mehr als spärlich bekleidet. Sie viel sofort Lea-Maria in die Arme, bevor sie bemerkte, dass sie nicht alleine waren. Sie drehte sich um und kam ohne Scheu auf Anna zu und streckte die Hand aus.

„Hallo, ich bin Mia. Bist du neu?“
„Ähm, ja, ich heiße Anna. Was machst du hier?“
„Ich gehe auch hier aufs Internat. Mein Vater hat mich schon früher hier abgesetzt, nachdem es Max erlaubt hat. Ich finde es so toll, dass wieder neue Schüler kommen. Ich war so traurig, dass so viele schon fertig sind.“ Das Kind drehte sich wieder zu Lea-Maria um und fragte: „Hat Max heute schon gekocht, ich habe soooo einen Hunger.“
„Heute nicht, aber von gestern ist bestimmt noch was da.“
„Okay, ich schau mal.“ und weg war sie.

Auch ihr schaute Anna hinterher, als wäre gerade ein Geist vorbeigehuscht.

„Sie lebt hier?“
„Während des ganzen Schuljahres, richtig.“
„Und sie ist bei allem dabei?“
„Bei allem, was die Schule betrifft.“
„Was betrifft die Schule nicht?“
„Ich würde sie mal private Zusammenkünfte nennen, Sie ist dafür einfach zu klein, leider.“
„Wieso Leider?“
„Es betrifft die Regeln der Schule:
1. Ihr Schülerinnen könnt euch im ganzen Haus und im Garten frei bewegen. Tabu für euch ist nur der Keller und das Büro.
2. In diesem Haus ist man in der Regel anständig gekleidet. Daher ist nacktes oder halbnacktes herumlaufen nicht gewünscht.
3. An dieser Schule findet Unterricht statt. Es wird erwartet, dass sich die Schülerinnen rege an diesem Unterricht beteiligen.
4. Das berühren des Grundstückzauns ist verboten. Er steht unter Strom, um ungebetene Gäste vom Grundstück fern zu halten. Den einen oder anderen Paparazzi hat das Teil schon erwischt.
5. Die Schülerinnen unter 18 beteiligen sich an keinen sexuellen Handlungen innerhalb dieses Grundstückes.

Die Hälfte der Punkte sind nur noch Wunschdenken von Max. Er ist übrigens hier der Direktor, der Lehrer für die meisten Fächer und der Mann, zu dem du gehst, wenn du irgendein Problem hast. Wir waren schon alle mal bei ihm und die Älteren hatte auch alle Sex mit ihm.“
Lea-Maria seufzte. „Nur niemand unter achtzehn, davon weicht er nicht ab, kein einziges Mal. Dabei soll er so liebevoll sein.“ Lea-Maria seufzte wieder.

Anna starrte sie nur an. Da saß ein junges Mädchen vor ihr, die noch immer das blaue Auge im Gesicht hatte, das sie von ihrem Zuhälter bekommen hatte und schmachtete dem Boss des ganzen hinterher, der sie offensichtlich dort hingeschickt hatte, damit sie mit jedem Kerl von der Straße Sex haben sollte, nur nicht mit ihm. Sie verstand gar nichts. Als nächstes kam ihr Zuhälter in die Klasse und sagte, dass er die anderen Mädels dabei habe und ob er sie auch hier herführen sollte. Sie ständen noch vor der Tür. Lea-Maria grinste und sagte, „nur alle her mit ihnen.“ Danach winkte ihr Zuhälter und war wieder draußen.
Bevor gleich aber andere kommen würden, wollte sie erst noch eine Frage loswerden.

„Lea-Maria, warum hat man dich auf die Straße gestellt?“
„Ich dachte, dass wäre langsam klar. Als Lockvogel.“
„Für Freier?“
„Nein, für euch. Ah, da kommen die anderen, da muss ich das nicht mehrmals erklären.“

Sasa brachte alle Mädchen mit, die heute mit ihr auf der Straße gestanden hatten. Keine war ihnen entkommen. Acht waren es und sie standen unsicher in der Nähre der Tür und wussten nicht, was sie hier erwarten würde. Da war dieses Mädchen in dünnen Top und Höschen, dass so unsicher auf der Straße gewirkt hatte und ihnen nun mit absoluter Selbststicherheit entgegen strahlte und mitten im Raum saß eine verwirrt dreinblickende Anna.

„Würden ihr euch bitte hinsetzen? Ich möchte euch erklären, wo ihr hier seit.“

Langsam setzen sie sich, aber sie bildeten einen Traube um Anna, die nun wie eine Bienenkönigin wirkte.

„Okay. Gegen alle anders lautenden Gerüchte befindet ihr euch ab heute in einer Schule, in der ihr Unterricht habt und einen Abschluss machen könnt. Es ist ein Angebot, ihr könnt euch auch weigern, dann wird das nächste Jahr sehr langweilig. Ich bin seit vier Monaten hier und werde wohl, wenn ich es hinbekomme, im übernächstes Jahr Abitur machen. Hier habe ich gute Chancen, dass mir das gelingt. Gegründet wurde diese Schule von 8 Herren, die sich hier für sexuelle Rollenspiele trafen und das immer noch tun. Ich denke, dass ihr von einigen von ihnen heute eingesammelt worden seit. Sie treffen sich einmal im Monat und dann ist hinten im Herrenhaus der Keller Tabu. Es sei denn, ihr seit über achtzehn und habt das Bedürfnis, wieder mal ordentlich durchgefickt zu werden. Dann dürft ihr fragen, ob ihr mitmachen dürft.“

Sie machte eine Pause, um das zuletzt Gesagte sacken zu lassen. Sie wartete auf die obligatorische Frage, die nun kommen würde. Sie kam immer, sie hatte sie sogar selber gestellt und ein nein, zu jung, als Antwort bekommen.

„Wir sollen die fragen, ob wir mit denen Sex haben dürfen?“
„Nein. Ihr dürft, wenn ihr es unbedingt wollt, sie fragen, ob sie mit EUCH Sex haben wollen. Ich hoffe, ihr versteht den Unterschied. Ihr entscheidet hier, was wann mit euren Körpern passiert. Es sei denn, ihr seit wie ich unter achtzehn. Dann dürft ihr es auch entscheiden, aber die Antwort lautet dann immer nein, kein Sex mit den Herren.“
„Aber Sex mit anderen…“
„Sicher, wenn ihr jemanden unter achtzehn kennt, der durch die Sicherheitskontrolle kommt, dann dürft ihr mit dem soviel Sex haben, wie ihr wollt. Das gilt auch dafür, wenn ihr es gerne untereinander macht.“
„Und dann werden wir dabei gefilmt…?“
„Nur wenn ihr es in der neuen Film-AG treiben wollt. Aber Max schwebt da wohl eher Natur statt Akt vor.“
„Aber wir sind hier eingesperrt.“
„Ja, das ist tatsächlich so. Ich würde sagen zu eurer eigen Sicherheit, aber das ist nicht die ganze Wahrheit. Es ist auch zur Sicherheit derer, die euch von der Straße geholt haben. Da ihr die ersten aus Frankfurt seit, werdet ihr am längsten hierbleiben müssen. Es ist leider so, dass ihr noch zurückgehen wollt. Einige von euch lieben ihren Zuhälter und glauben, er will nur euer bestes. Ich kann euch sagen, dem ist nicht so. Aber es spielt keine Rolle, denn auch diese werden verschwinden. Und wenn sie verschwunden sind und ihr mit einem guten Abschluss diese Schule verlasst, dann ist es wie ein neues Leben, dass man euch geschenkt haben wird.“

Anna hatte es gehört. Es war wie ein Traum. Eine Prinzessin wird von einem Ritter in strahlender Rüstung aus der Gosse gerettet und durfte in seinem Palast leben. Ab jetzt würde nur noch Milch und Honig fließen. Das konnten sie den jüngeren erzählen, sie wusste es besser. Sie war zulange dabei. Das hier konnte einfach unmöglich das sein, was sie versprachen. Es war immer ein Haken verborgen. Und sie würde ihn finden.

Lea-Maria hatte die Mädchen zu Mia in die Küche gesetzt, weil sie bemerkte, dass sie Hunger hatten. Mia war stolz, sie bedienen zu dürfen. Max hatte genug gekocht, dass es für drei Tage reichen würde, als wenn er es geahnt hätte. Danach zeigte er den neuen ihre Zimmer, in denen sie in Zukunft leben würden. Entgegen früheren Anfängen waren in diesem Jahr die Kleiderschränke leer. Mia sagte ihnen, dass sie eine Kleiderkammer mit gespendeten Kleidern hätten, wo sich die Mädchen Sachen für ihren Kleiderschrank aussuchen könnten. Sie würden dann markiert und wären dann für immer ihnen. Anna machte davon kein Gebrauch, daher beschloss Lea-Maria, sie unter ihre Fittiche zu nehmen.

„Willst du mich die ganze Zeit bewachen?“ fragte Anna, als sie es bemerkte.
„Ich denke, das werde ich tatsächlich, Anna.“
„Warum?“
„Um dich zu überzeugen, dass hier nicht das passiert, auf das du wartest.“
„Und wie willst du das anstellen?“

Lea-Maria überlegte kurz und dann hatte sie eine total verrückte Idee, sie zog sich aus und legte sich auf ihr Bett. Sie spreizte ihre Beine und begann ihre Perle zu reiben. Anna starrte sie nur an.

„Was machst du da?“

Lea-Maria antwortete nicht. Sie hatte sich schon zu sehr erregt, um noch normal Sätze heraus zubekommen. Warum machte sie eigentlich alles in dieser Schule immer so geil, auch jetzt mit dieser widerspenstigen Anna ein Zimmer teilen zu wollen, hatte sie feucht werden lassen. Wenn jetzt Max in dieses Zimmer kommen würde, sie würde ihn anfallen, ohne auf die letzte große Regel Rücksicht zu nehmen. Dann wäre er einfach fällig. Sie schloss die Augen und dachte an seinen schönen Schwanz zurück. Sie wollte immer, dass es seiner oder so einer wie seiner war, der ihr die Jungfräulichkeit nahm. Das war für sie eigentlich der einzige Grund, warum sie hier war. Sie wollte sich von Max und nur von Max entjungfern lassen. Es konnte doch nicht so schwer sein, andere hatten es doch auch geschafft, mit ihm zu schlafen und wenn er dann in sie eindringen würde, dass wäre wie jetzt nur noch besser.

Und sie kam, und stöhnte dabei „Max.“

Anna hatte ihr voller Unverständnis bei ihrem tun zugeschaut. Sie konnte es nicht verstehen. Es war zu offensichtlich, dass dieses Mädchen sich nach diesem Mann verzehrte und trotzdem lag sie nur hier und machte es sich selbst, obwohl sie hier in dem Schulbordell war, von dem sie gehört hatte. Sie kannte alleine drei Mädchen, die hierher verschleppt worden sein mussten. Wahrscheinlich bekam man hier eine Gehirnwäsche und glaubte nach einiger Zeit so daran, wie das verrückte Mädchen vor ihr. Und wenn man dann bereit für alles war, dann verkaufte sie einen an einen anderen Ort. So war es immer. So war sie nach Frankfurt gekommen.

Das Mädchen lag ausgestreckt in den Kissen, bis das Telefon klingelte. Das es hier eines gab, hatte Anna nicht direkt wahrgenommen, denn Lea-Marias Handy war in einer rosa Plüschhülle. Sie grüßte einen Opa und freute sich, dass er da sei und sie würde sofort herunterkommen. Sie ließ das Handy aufs Bett fallen und hüpfte, wie sie war zur Tür. Das verrückte Kind würde sich dem Mann, den sie Opa nannte, allen ernstes so präsentieren. Gehirnwäsche, das konnte nur Gehirnwäsche sein. Lea-Maria drehte sich in der Tür um und rannte zum Kleiderschrank und zog ein Longshirt aus einem unordentlichen Haufen von Shirts. Es hatte das Logo der Schule auf dem Rücken und auf der Front. Als Lea-Maria Annas blick sah, grinste sie.
„Das Shirt hat sich Max ausgedacht. Sollte als Erinnerung an die Schule dienen, wenn wir wieder zuhause sind. Nur hat er sich nicht vorstellen können, dass wir uns schon alle sein Tattoo haben stehen lassen. So blieben die Longshirts Ladenhüter und ich und Mia habe sie alle einkassiert.“
„Alle Schüler bekommen das Tattoo?“
„Alle die es wollen, bekommen das Tattoo. Bisher gab es noch keinen, der es nicht wollte.“

Gehirnwäsche dachte Anna. Dann spürte sie Lea-Marias Hand an der ihren und fühlte sich aus dem Zimmer gezerrt.

„Ich will dir unbedingt meinen Opa vorstellen.“

Den Mann, den das Mädchen unten im Wohnzimmer umarmte, war tatsächlich ihr Opa. Die Familienähnlichkeit war unverkennbar. Er konnte auf die gleiche Art unergründlich lächeln und die Augen waren definitiv auch von ihm. Als sie sich vorgestellt wurden, er hieß Erwin, drückte er ihr fest die Hand und schenkte ihr ein offenes Lächeln. Immer weiter bröckelte in Anna das Bild von dem Bordell, aber es ließ sich doch noch nicht ganz vertreiben. Immer noch saß der Gedanke fest, dass hier etwas nicht stimmt und dass an der ganzen Sache ein Haken war.

Max saß mit drei der anderen Herren in seinem Büro. Werner und Herbert schauten nachdenklich geradeaus. Jan spielte mit einem Stift.

„Ich würde vorschlagen“, sagte Max, „dass wir das Haus noch etwas weiter bewirtschaften und renovieren. Ich habe das Gefühl, als könnte es in der nächsten Zeit nochmal nützlich werden.“
„Aber die ganze Aktion war ein Schlag ins Wasser“, stellte Werner erbittert fest. „Wir haben keinen einzigen Zuhälter erwischt.“
„Das ist aber nicht unser Primärziel, auch wenn es manchmal so rüber kommt“, warf Max ein. „Unser Primärziel sind die jungen Frauen und Mädchen.“
„Ja und neun davon haben wir diesmal auf einen Schlag von der Straße geholt. Neun, die nicht mehr für Männer ungewollt die Beine breit machen müssen. Statt dessen werden sie es jetzt wieder hier tun“, sinnierte Jan vor sich hin.

Gerade in dem Moment kam Lea-Maria mit Anna herein.

„Habe ich es doch gewusst, das Ganze ist nur Show. Das ist einfach nur eine schöne Verpackung für einen Puff.“ Anna war außer sich und wollte abhauen, aber Lea-Maria verstellte ihr die Tür.
„Du bleibst hier und erzählst denen, was du eben meinem Opa und mir erzählt hast, über das Bordell.“
„Warum soll ich das tun. Nur um die Mädchen von einem Besitzer zu einem anderen zu führen? Warum sollten sie es hier besser haben, als da wo sie jetzt sind?“
„Okay, du hältst das hier immer noch für einen Puff.“
Sie ging durch den Raum und stellte sich neben Werner. „Dann wird dich Werner hier jetzt ficken.“
„Warum ich? Du weißt genau, dass ich nicht auf Frauen stehe, Lea.“
„Okay, dann Herbert, fick du sie.“
„Mädchen, es gibt gerade wichtigeres als deine Spielchen“, sagte Herbert ärgerlich.
„Okay, Max, du?“
„Da muss ich erst Ines fragen.“
„Und was wird sie sagen?“
„Derzeit, wenn du eine Frau willst, dann komm her, oder ich werde böse“, grinste Max.
„Okay, Anna, drei haben schon abgelehnt. Bleibt nur noch er hier. Jan, findest du Anna geil?“
„Lea. Ich beantworte dir keine Fragen, deren Antwort du kennst. Und meine Antwort ist daher eine Gegenfrage, ist sie achtzehn?“
„Tja Anna, wie oft hast du in dem Bordell bei den Männer vom Haus Ablehnung und eine Frage nach der Volljährigkeit gehört?“

Anna stand betreten dabei, als Lea-Maria versuchte, sie an die Herren zu verschachern und es nicht schaffte. In dem anderen Bordell läge sie jetzt schon auf dem Tisch mit drei Schwänzen in sich. Und kein Mädchen hätte auch nur ansatzweise das gewagt, was sich Lea-Maria gerade herausgenommen hatte. Sie wusste langsam überhaupt nichts mehr. Sie sackte in die Knie und legte ihre Hände aufs Gesicht. Sie wollte nicht, dass ihre Verzweiflung gesehen wurde. Sie versuchte krampfhaft ihre Gefühle unter Kontrolle zu bringen. Dann spürte sie, wie jemand vor ihr kniete und ihr die Hände vom Gesicht zog. Max kniete vor ihr. Die anderen Herren waren leise aus dem Raum gegangen und auch Lea-Maria war nicht mehr da.

„Ich weiß, dass alles ist verwirrend. Aber du bist nicht die erste, die dieses Gefühlswirrwar erlebt. Je älter ihr seit, je länger ihr in der Welt wart, die nicht die eure sein sollte, um so misstrauischer seit ihr. Es hat euch euer Überleben gesichert. Aber ab nun könnt ihr wieder sein, was ihr vorher wart oder ihr könnt euch neu erfinden.“
Er machte eine Pause und sah sie einfach nur an. Sie hatte seinen Schwanz im Mund, dachte sie. Ich habe ihm für 250 Euro seine Eichel geleckt. Sie griff in die Tasche und hielt ihm das Geld hin. Er sah auf die Scheine und dann auf sie.

„Warum willst mir das Geld geben?“
„Es ist doch ihnen.“
„Habe ich dir einen Dienst erwiesen oder du mir?“
„Ich ihnen, aber sie sind doch jetzt mein neuer Herr.“
„Ich bin nicht dein Herr. Es ist dein Geld, du hast es verdient.“

Zögernd zog sie die Hand wieder zurück. Ihre Verwirrung war um keinen Nuance besser geworden.

„Und was verlangen sie jetzt von mir?“
„Sehr viel mehr als deine alten Herren. Aber du kannst alles davon geben ohne auch nur einmal weniger von dem zu tragen, was dich jetzt bedeckt.“
„Wie soll das gehen?“
„Wir wollen Wissen und wir wollen, dass du dir Wissen aneignest. Das ist die einfache Variante.“

Er schaute sie an und überlegte, wie er es ihr so sagte, dass sie es verstehen konnte.

„Sie mal Anna. Dies hier ist tatsächlich eine Schule und all unsere Schülerinnen mit Ausnahme von Lea-Maria haben exakt das gleiche am Anfang erlebt wie du, oder zumindest fast. Bei drei von unseren Kleinen kamen wir in letzter Sekunde, um dein Schicksal zu verhindern. In der Regel haben wir dann auch immer die Zuhälter der Mädchen mit eingesammelt. So konnte keiner gewarnt werden. Bei euch haben wir zum ersten mal einen Fehler gemacht. Wir standen am Anfang unserer Recherche. Wir hatten euch erst vor zwei Wochen überhaupt gefunden. Ihr solltet eigentlich erst in 2 Wochen gerettet und eure Zuhälter aus dem Verkehr gezogen werden. Die werden jetzt untertauchen und all die Mädchen mitnehmen, die wir nicht retten konnten. Und daher brauchen wir euer Wissen. Wir müssen wissen, wo in Frankfurt überall Mädchen zu finden sind, die wie ihr seit. Verstehst du das, ohne dein Wissen haben wir keine Chance.“
„Und wenn ich euch helfe, was passiert dann mit ihnen?“
„Wir bringen sie alle hier her.“
„Und was machen wir hier?“
„Ihr setzt euch hin und lernt und macht einen Abschluss an der besten Privatschule hier in der Gegend. Von 8 Abiturientinnen hatte nur eine eine schlechtere Note als 2.“
„Was hatte sie?“
„Eine 2,1“, grinste Max jetzt. „ihr kam ein Baby dazwischen und es ärgert sie noch immer.“
„Wer ist sie?“
„;Meine Frau.“
„Sie war eine Schülerin von dir?“
„Ja!“
„Ihr habt gefickt und du hast sie geschwängert.“
„Ja.“
„Wie viele noch.“
„Die ich gefickt habe, die hier gefickt wurden oder die Schwanger in dieser Schule wurden?“
„Ähm. Die du geschwängert hast?“
„Nur meine Frau, wir haben im Sommer geheiratet, sie wohnt derzeit bei meinen Eltern, von dort ist es näher zur Universität. Sie studiert dort Lehramt.“
„Okay, wie viel wurden schwanger?“
„Ich bin da nicht ganz auf dem Laufenden, ist ja auch Privatsache, aber zwei Fälle sind bestätigt. Und ein Kind ist auch schon da. Sie und ihre Mutter wohnen dauerhaft hier, sie wird aber erst nächsten Monat wieder zu uns stoßen. Sie hat nicht genug Milch für ihre Tochter und gibt es an die Brust meiner Frau.“
Anna schaute Max merkwürdig an: „Wie viel hatten Sex mit dir?“
„Dich mit eingerechnet 15.“
„Und du findest das normal.“
„Anna, in dieser Schule ist nichts normal. Alle meine Schülerinnen haben am Anfang gedacht, dass dies nur eine andere Form eines Bordells ist. Alle ohne Ausnahme haben sich am Anfang damit beschäftigt, mich zu verführen oder mich anderweitig Sexuell zu erregen. Was soll ich sagen, ich bin nur ein Mann. Ich kann und will nicht der Verführung widerstehen. Nicht auf Dauer. Aber ich bin meiner Frau treu. Ich habe sie bei jedem einzelnen mal gefragt und in den meisten Fällen war sie sogar dabei. Das wird diesmal nicht anderes sein. Du kannst also auch mit mir wieder Sex haben, aber nur wenn DU es selber willst. Wenn ich glaube, dass du es nur machst, weil du glaubst, dass es sein muss und es dir selber nichts bringt, dann wird nichts davon passieren. Ich wäre glücklich, wenn es diesmal auch ohne das abgehen würde, aber ich denke, dass es ganz genau so sein wird. Dafür werden schon die Kleinen sorgen, von wegen Traditionen hochhalten und so. Du wirst noch einiges hier erleben.“

Max stand auf und zog auch Anna auf die Beine.

„Ich würde sagen. Das war jetzt erst einmal genug für einen Tag. Was immer du sagen wolltest, das kann auch bis morgen warten. Komm erst mal wirklich an.“

Max wollte Anna freundlich aus seinem Büro geleiten, aber die wehrte das ab. Sie hatte dem Vortrag von Max zugehört und im Laufe dessen so ihre Überlegungen gemacht. Sie wusste, wie es in den anderen Häusern abging und das war kein Vergleich zu hier. Selbst wenn sich dies hier trotz allem als Puff herausstellen sollte, hier würde sie es besser haben. Vielleicht andere auch.
„Was willst du von mir wissen?“

Abends saßen die Herren und Johannes bei einem Glas Wein in einem der Klassenräume. Auf den Bildschirmen der Tafel war ein Elektronische Karte von Frankfurt dargestellt. Zwanzig Markierungen leuchteten in unterschiedlichen Farben. Rote und Orange Häuser leuchteten dort. Dann gab es grüne und blaue Männchen, die an Ecken standen, oder ganze Straße besetzten. Sie umhüllten sich mit betretenen Schweigen.

„Von wie vielen reden wir hier?“, fragte Ulrich.
„Nach einer überschlägigen Rechnung gehe ich von über 200 Kindern auf der Straße und in festen Häusern aus“, antwortete Max.
„Die Schule ist für diese Größenordnung wieder zu klein. Wir haben sie gerade mal auf maximal 100 Schülerinnen erweitert“, stellte Herbert fest.
„Ja, wir werden nochmal anbauen müssen. Und ich würde vorschlagen und wir machen Nägel mit Köpfen und machen direkt Platz für 500. Wir werden wohl auch mehr Wiederholer bekommen.“
„Wiederholer?“, wollte Albert wissen.
„Kinder, die 2 oder 3 Jahre bei uns bleiben müssen, so wie jetzt schon Mia. Wir werden nie richtig Jahrgänge haben wie andere Schulen, aber wir werden diesmal auch viele Kinder bekommen, deren Muttersprache nicht deutsch ist.“
„Dann brauchst du auch mehr Lehrer“, sagte Herbert, der mit einem Stift in einen Block Skizzen machte. „Und die brauchen vielleicht auch Unterkünfte.“
„Ja ich habe gehofft, dass wir langsamer wachsen und sie aus der eigenen Zucht nehmen können, aber es wird mindestens 3 Semester dauern, bis Ines und Melanie soweit sind. Und auch wenn Natascha auch schon gewunken hat. Sie braucht für Ihr Abitur mindestens noch bis zum Anfang des Wintersemesters. Wir brauchen auch mehr Sponsoren.“
„Und wir brauchen Verstärkung bei den Überfallkommandos“, stellte Werner fest. „Meine Leute machen das zwar gerne. Aber wir können unsere normalen Aufträge nicht vernachlässigen. So viele Ziele, da komme ich mit den 20 Mann aus meiner Firma nicht sehr weit.“
„Vielleicht kann ich da helfen“, sagte Johannes. „Ich kenne genug Leute, denen sind Kinderficker ein Dorn im Auge. Sie machen das Geschäft kaputt. Wenn man denen sagt, dass man sie von denen befreit, dann helfen die bestimmt.“
„Wir sollen eine der Rockerbanden, die sich da derzeit eine Schlacht in Frankfurt liefern, um Unterstützung bitten. Was würde uns das kosten?“
„Nein, ich will keine der bestehenden anheuern. Dann haben wir sofort das LKA auf der Matte. Und die haben kein Problem, die kleinen Fische abzufangen, nur damit sie was tolles für die Statistik haben. Nein, wir gründen einen neuen.“
„Aha und wer soll da Mitglied werden?“, fragte Erwin.
„Solche alten Säcke wie ich.“
„Ich verstehe nicht“, sagte Max.
„Ich will es euch erklären. Das Durchschnittsalter von Rockern liegt bei ca. 30 Jahren. Die Alten sterben entweder in einem Kampf oder verschwinden heimlich und überlassen den jüngeren das Feld. Aber da man ihnen nichts mehr zutraut, werden sie auch nur noch selten zu Aktionen mitgenommen und versauern in den Vereinsheimen. Oder sie Gründen wie ich eine Familie und sind dann raus. In jeder Rockerbande schlummern diese Oldies. Und genau die werben wir an, aus allen Banden.“
„Altersheimrocker“, musste Alfred witzeln.
„Familienrocker finde ich klingt viel besser“, sinnierte Max. „Ich finde die Idee nicht schlecht. Wenn aus allen Klubs welche dabei sind, dann werden die anderen Klubs auch nichts unternehmen, wenn sie auftauchen.“
„Und wir haben auch schon ein Vereinshaus in Frankfurt“, grinste Herbert.
„Was bekommen die Rocker für ein Logo?“
„Natürlich das von der Schule. Sie sollen, schon wissen, wer da zusammen gehört“,sagte Max fest.

So wurde an diesem Abend der MC der Familienrocker gegründet. Der einzige von ihnen, der Motorrad fahren konnte, war Johannes.

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